-->

10. Januar, 2008

Streik oder nicht Streik…

Kater sind Autofahrer … zum Glück. Denn wenn der Kater dann doch mal Bahn fährt - geschäftlich beispielsweise - ist er schon erstaunt, wie wenig doch ganz sicher vorhandenes Komfort-Potential genutzt wird. Das geht damit los, dass man sich Essen und Getränke oft selbst holen muss - bei eher dürftiger Auswahl und unverschämten Preisen - und hört beim komplizierten und fehleranfälligen Online-Kauf der Fahrkarte auf.

Wundern tut einen das nicht - man hat den Eindruck, die Bahn ist viel zu sehr damit beschäftigt, Hunderte von Milliarden für irgendwelche hypermodernen Bahnhöfe auszugeben, die beim ersten Windstoß dann auch gleich wieder zusammen fallen.

Ins Bild passt da dieser Firlefanz zwischen GDL und Bahn - ein arroganter und dickköpfiger Mehdorn mit einer Batterie Rechtsanwälte auf der einen Seite - eine kleine Gewerkschaft GDL, die es allen Recht machen möchte, auf der anderen.

Logisch, dass die GDL es schwer hat - und die Verhandlungen nun erneut zu scheitern drohen.

Also die Geduld der Gewerkschaft in allen Ehren … aber der Kater findet, es wird mal Zeit, wirklich zu streiken. Auf dass auch ein Herr Mehdorn begreift, dass man Züge eben nur mit Personal betreiben kann, also nur mit Kooperation weiterkommt.

Der predigt doch immer den freien Markt, also kann er jetzt halt mal am eigenen Leibe spüren, wie sich die Diskrepanz zwischen Angebot und Nachfrage nach seinen Logführern auf die zu zahlenden Preise auswirkt.

Vielleicht wäre das ja auch mal hilfreich, damit andere große Konzerne verstehen, dass man lieber mit seinen Angestellten arbeiten sollte - und nicht gegen sie.

Na denn viel Erfolg, Herr Schell… ^^

Trackback-URL

Möchtest Du antworten?