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21. Januar, 2008

Der Sinn der Videoüberwachung…

Hach, am liebsten würde man ja selbstdenkende Katzen und Kater auf Schritt und Tritt mit Kameras verfolgen. Nur zur Vorsicht, falls sie vielleicht doch ein Verbrechen begehen könnten.

In England ist dieser Überwachungswahn am meisten fortgeschritten, dort wurden in den vergangenen Jahren ca. vier Millionen (!) Überwachungskameras installiert.

Da mutet es doch interessant an, wenn vom Verantwortlichen der Videoüberwachung bei der britischen Association of Chief Police Officers (ACPO), Graeme Gerrard eingeräumt wird, dass Kameras Gewaltverbrechen und spontan begangene Straftaten nicht verhindern.

Desweiteren kam heraus,

  • dass die Abschreckungswirkung sehr gering sei,
  • dass die Öffentlichkeit über die Effizienz der elektronischen Augen “in die Irre geführt” worden sei,
  • dass sich die Maßnahmen insbesondere bei spontan etwa im Trunkenheitszustand begangenen Verbrechen und der Abwehr antisozialen Verhaltens als nutzlos erwiesen haben und
  • dass 80% der Aufnahmen von so schlechter Qualität waren, dass sie nicht als Beweismittel geeignet waren.

Irgendwie klar war das zwar alles schon, aber jetzt hat es wenigstens mal jemand gesagt. Und der Kater ist neugierig, ob diese Fakten dann auch irgendwann mal in Dresden ankommen, wo man ja für den Punkerstress vor der Scheune die Video-Überwachung als das Mittel schlechthin angepriesen hat.

Oder meint jetzt ernsthaft jemand, dort gehts nicht um “im Trunkenheitszustand begangene Verbrechen und die Abwehr antisozialen Verhaltens”?

Moment, die Hundehaufen waren ja auch noch… ^^

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